Geklonte Bilder – Hintergründe zum manipulierten Stammzellpaper

Wenn Teile von Abbildungen in wissenschaftlichen Publikationen kopiert sind, dann ist das verdächtig. Wenn diese auch noch unterschiedliche Beschriftungen tragen und in unterschiedlichem Kontext gezeigt werden, dann ist das wissenschaftliches Fehlverhalten und Vorsatz kann unterstellt werden – ganz egal ob dies für die Kernaussage der Veröffentlichung relevant ist oder nicht.
In einem in der letzten Woche in Cell publizierten Paper aus dem Labor von Shoukhrat Mitalipov fielen einer anonymen Wissenschaftlerin mehrere Unstimmigkeiten auf... [weiterlesen]

Wenn Sprache durch den Magen geht

Die hoch gelobte Website Medien-Doktor hat sich die Beurteilung der Qualität wissenschaftsjournalistischer Artikel in der Presse zur Aufgabe gemacht. Anhand definierter Kriterien werden die Artikel dort mit Null bis fünf Sternen ausgezeichnet. Marcus Anhäuser, leitender Redakteur bei Mediendoktor und ebenfalls Blogger hier auf ScienceBlogs, kann das alles besser und ausführlicher erklären.

Der Mediendoktor ist auf Themen aus der Medizin fokussiert und selbst dort kann das Gutachterteam niemals alle Artikel untersuchen, bei denen es sich lohnen würde, eine Beurteilung zu erstellen... [weiterlesen]

Harmonie ist eine Strategie – Die Folgen der digitalen Personalisierung

Eli Pariser hat ein Buch über eine der größten Veränderungen des Internets geschrieben seit der Erfindung der Suchmaschinen. Er nennt es die Filter Bubble. Es geht um die digitale Personalisierung, um die auf einen persönlich zugeschnittenen Suchergebnisse in Google, die passenden Buchvorschläge in Amazon und die gefilterte Facebook-Timeline, die längst nicht mehr alle Updates aller Freunde gleich bewertet. Pariser warnt vor einer Relevanz-Monokultur, vor ewig gleichen, durch Algorithmen bestimmten Loops aus wiederkehrenden Inhalten und Meinungen, vor der gefilterten Blase, in der sich jeder Internetnutzer befindet und aus der es immer schwieriger sei auszubrechen... [weiterlesen]

Empört sein reicht nicht aus – Gründe für Genmaisgate

Die erste Welle der Empörung über die Studie “Long term toxicity of a Roundup herbicide and a Roundup-tolerant genetically modified maize” von Gilles-Eric Séralinie und Kollegen ist abgeebbt. Empört waren kritische Verbraucher und Anti-GMO Aktivisten ob der vermeintlich verheimlichten kanzerogenen Wirkung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln und ob der kollektiven Verantwortungslosigkeit eines suspekten, von Monopolisten dominierten Industriezweigs, deren Profitstreben auf dem Rücken von Konsumenten, Produzenten und der Umwelt ausgetragen zu werden scheint... [weiterlesen]

Und morgen interessiert es keinen mehr. Nobelpreise und die Berichterstattung darüber.

Wissenschaftskommunikation hat häufig ein Wahrnehmungsproblem, denn oft interessiert keine Sau, was da wieder publiziert wurde. Versteht ja sowieso keiner. Nur einmal im Jahr, bei der Vergabe der Nobelpreise sind sich alle einig: Da ist ja wirklich mal was Tolles erforscht worden! Muss ja, sonst gäbe es keinen Preis dafür. Wissenschaftsredaktionen mühen sich – geleitet von den knappen Pressemitteilung der schwedischen Akademie der Wissenschaften (Physik, Chemie) oder dem Nobelgremium des Karolinskainstituts (Physiologie und Medizin) – den Nutzen für die Medizin oder die Technik aus jahrzehntelanger und zum Teil jahrzehntealter Forschung heraus zu destillieren und möglichst schnell die frohe Kunde weiter zu verbreiten: Wieder sind zwei Forscher ausgezeichnet worden... [weiterlesen]

Wann verlassen mit Genmais gefütterte Ratten das sinkende Schiff?

Im Englischen gibt es einen schönen Ausdruck, für den ich kein deutsches Äquivalent kenne: Preaching to the choir. Vielleicht trifft es offene Türen einrennen am besten. Oder Eulen nach Athen tragen? Jedenfalls habe ich das Gefühl, wenn ich hier über das Séralini-Paper (hier das .pdf) von letzter Woche schreibe, sowieso schon jeder weiß worum es geht und wo die Probleme bei der Studie liegen (hier noch ein paar Expertenmeinungen): Schlechtes Studiendesign, eine seltsame oder fehlende statistische Auswertung und das Vorenthalten von Daten... [weiterlesen]

Veröffentlichungsverbot – Angst vor der Grippe aus dem Labor

Übereinstimmenden Meldungen mehrerer Medien zur Folge haben zwei Labore aus Holland und den USA das Grippevirus vom Typ A/H5N1 so genetisch verändert, dass es zwischen Frettchen per Tröpfcheninfektion übertragen werden kann. Die Forschungsgruppen haben ihre Ergebnisse bei Science und Nature zur Publikation eingereicht. Wird mit der Veröffentlichung der Daten die Büchse der Pandora geöffnet? Werden die Gründe für die Studie und die entstehenden Möglichkeiten für Diagnostik, Prävention und Therapie in den Medien adäquat kommuniziert?.. [weiterlesen]

Freethoughtblogs – PZ Myers und Ed Brayton ziehen um

Berichte über Umwälzungen in der Wissenschaftsblogosphäre und Ankündigungen neuer Blognetzwerke haben auf WeiterGen fast schon Tradition. Hier also der Hinweis auf ein weiteres Blognetzwerk: Freethoughtblogs.com. Die beiden Blogs mit den höchsten Leserzahlen bei ScienceBlogs.com, PZ Myers Pharyngula und Ed Braytons Dispatches from the Culture Wars, starten zusammen mit drei weiteren Blogs ein Netzwerk für Atheisten:.. [weiterlesen]

Meinungsfreiheit und der Gute Ton. National Geographic kauft ScienceBlogs

Wer die US-amerikanische Schwesterseite der ScienceBlogs verfolgt hat es vielleicht schon gelesen. Nachdem National Geographic 2009 bereits mit einer Minderheitsbeteiligung bei ScienceBlogs eingestiegen war, wird dieser Anteil nun offenbar ausgebaut. Laut RetractionWatch bleibt die Seed-Media Group Besitzer von ScienceBlogs, National Geographic übernimmt jedoch weite Teile des operativen Geschäfts:.. [weiterlesen]

Neue Redaktion bei ScienceBlogs – Wandel ohne Krise


Die englischsprachige Wissenschafts-Blogosphäre ist seit Pepsigate eine andere. ScienceBlogs.de hat die Krise relativ unbeeindruckt von den Verwerfungen auf der US-Mutterseite gemeistert – auch Dank der ruhigen Hand unseres Redakteurs Marc Scheloske. Zum neuen Jahr wird es dennoch personelle Änderungen bei ScienceBlogs.de geben: Jürgen Schönstein und Fabian Soethof übernehmen die Redaktion.
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