Ein Haufen Irrer oder ein irrer Haufen – die Wahrnehmung der ScienceBlogs

Als Autor auf den ScienceBlogs ist man auch der Kritik der Kollegen ausgesetzt. Das hängt mit der verstärkten Wahrnehmung der eigenen Beiträge innerhalb des Blognetzwerks zusammen. Sind Repliken anderer innerhalb der Scienceblogs auf eigene Beiträge legitim oder geben sie nur diese verzerrte Wahrnehmung wider? Soll auf kritische Kommentare verzichtet werden, nur weil wenn man aus dem gleichen “Stall” kommt?


Die ScienceBlogs sind ja schon ein Erfolgsprojekt. Rund 30 Blogger, Wissenschaftler und Journalisten, die mehr oder weniger regelmäßig und freiwillig darüber schreiben, was sie interessant finden, und viele Leser, denen das offensichtlich gefällt, und die sich an den aufgeworfenen Diskussionen beteiligen (der hunderttausendste Kommentar ist in Reichweite).
Die allermeisten von uns Autoren hier haben vor ScienceBlogs auch schon im Internet publiziert. Ein interessantes Thema, eine ausgeprägte eigene Meinung, ein Jucken in den Fingern, und man registriert sich ein kostenloses Blog bei WordPress oder Blogger oder wie sie alle heißen, und fängt mal an seine Meinung kund zu tun. Sehr einfach.
Irgendwann kommt eine Mail von der ScienceBlogs-Redaktion, und man wird höflich gefragt, ob man sich denn vorstellen könne, auf ScienceBlogs.de weiter zu machen. Man unterschreibt einen Vertrag, in dem steht dass jeder Blogger selbst für die Inhalte verantwortlich ist und es keine redaktionelle Kontrolle gibt. Alles so wie bisher denkt man, wechselt, und freut sich über die Zunahme der Leserzahlen und über das intellektuelle Umfeld, in das man nun eingebettet ist.

Ist ScienceBlogs eine große Familie oder sind wir ein Blog-Konglomerat?

Neben dem Schreiben eigener Artikel liest man auch die Blogposts der Kollegen. Interessant, profan, gut recherchiert, schnell hingeklatscht, langweilig, witzig, kontrovers, zu kompliziert, Widerspruch einladend, trivial, alles dabei und in etwa in der gleichen Bandbreite wie bei hunderttausenden anderer Blogposts, die das Internet so bietet. Mit dem Unterschied, dass hier eben Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten schreiben.
Es gibt noch einen Unterschied: Man ist ja Teil dieses ScienceBlogs-Gebildes und identifiziert sich so mehr oder weniger stark mit den Inhalten des hier publizierten und mit der Marke ScienceBlogs.
Lange Vorrede, kurze Fragen: Wie weit soll diese Identifikation gehen? Hat man gar eine Mitverantwortung für das, was andere Autoren schreiben? Färbt der Stil und der Inhalt der Blogposts anderer Autoren auf die eigene Reputation ab? Ist ScienceBlogs eine große Familie, oder sind wir einfach ein Blog-Konglomerat mit einer zentralen Hauptseite auf der die neuesten Beiträge angeführt werden?
Wie werden die ScienceBlogs von meinen Mitautoren hier und von den Lesern wahrgenommen? Bin ich ein Autor von ScienceBlogs oder der Autor von WeiterGen? Werden wir also als individuelle Blogger wahrgenommen oder als Teil eines Projekts?
Und kann es uns nicht herzlich egal sein, was die anderen hier schreiben – genauso wie uns hunderttausede andere Blogposts in den Weiten des Internets egal sind, die nicht auf ScienceBlogs publiziert werden?
Hintergrund dieses Artikels ist die aktuelle Debatte um einen Blogeintrag von Ernst Peter Fischer, Autor des Wissenschaftsfeuilletons, der von Jörg Rings, Autor von Diax’s Rake kritisiert wurde.

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94 Kommentare

  1. Danke für die Kommentare bislang,
    LeviCevita, es stimmt schon, dass wir hier den Anspruch haben fundiert und mit Belegen unserer Aussagen zu schreiben. Nicht jeder Artikel hat jedoch wissenschaftliche Daten als Basis und Glossen und reine Meinungsartikel müssen auch erlaubt sein. Unser Redakteur hat das gemeinsame der ScienceBlogs mal so zusammengefasst:

    ScienceBlogs ist ein Portal bloggender Wissenschaftler und Journalisten, die aus ihrer je individuellen Perspektive wissenschaftliche Themen kommentieren und diskutieren.

    Konrad Voelkel, schön, dass mein Blog offenbar bei den individuell abonierten auch dabei ist 🙂 Einem impfkritischen Blogger hier wurde auch schon der Rückzug aus den ScienceBlogs nahe gelegt, das Angebot wurde damals angenommen. Es wird also von redaktionieller Seite auch darauf geachtet, dass die Artikel hier einem gewissen Anspruch gerecht werden. Ich finde, der Artikel von Ernst Peter Fischer hat diesen Anspruch nicht verletzt.
    Silentjay: http://bit.ly/dprGRM
    Nio, jeder Autor hier hat seinen eigenen Stil. Erst Peter Fischer schreibt kurze Glossen mit Wortspielen und kümmert sich nicht um die Kommentare. Muss man seiner Meinung sein? Nein. Kann man die Blogposts bei ihm im Kommentarteil diskutieren? Ja.
    Ich bin mit der inhaltlichen Beschränkung auf “wissenschaftlich” nicht einverstanden. Viele Artikel hier kommen von einem Wissenschaftler, haben aber keinen wissenschaftlichen Hintergrund. Was spricht gegen noch persönlichere Blogposts (Vgl. z.B. Dr. Isis auf SB.com), ausser dass durch solche Posts ein toll recherchierter auf der Hauptseite eins runter rutscht?

  2. Das ist insofern nicht egal da wissenschaftlich unqualifizierte Blogeinträge und Meinungen (Ja, es gibt auch schlicht falsche Meinungen) sich so und so schon übers ganze Internet erstrecken, vorzugsweise in einschlägig bekannten Verschwörungs- und Grenzwissenschaftsforen. Dies hier ist ein Wissenschaftsblog und hier sollte so etwas keinen Platz finden. Je mehr man pseudowissenschaftlichen und wissenschaftsfeindlichen Kommentaren eine Platform bietet desto eher werden sich die Menschen die das lesen auch danach ausrichten. Und als Wissenschaftler hat man beileibe genug zu tun als das man seine Fachrichtung auch noch täglich gegen Angriffe der ach so intelligenten Möchtegern-Einsteinnachfolger verteidigen muss.

  3. Also ich habe ScienceBlogs bisher als “Einheit” wahrgenommen, war dann aber auch etwas erstaunt über den Beitrag von EPF, der hier kritisiert wurde.
    Gut dass ich dadurch nun herausgefunden habe, dass man auch die Blogs einzeln abonnieren kann (was ich nun getan habe).
    An die Mehrheit der ScienceBlogger hier: Weiter so, ich lese euch gern!
    Noch etwas ontopic: Ich denke, wenn man unter einer Marke gemeinsam schreibt, wird man öffentlich gemeinsam wahrgenommen und sollte daher darauf achten, mit wem man somit identifiziert wird. Also an eurer Stelle würde ich mir ggf. (nicht jetzt, sondern wenn es “schlimmer” kommt) überlegen jemanden bei SB wieder raus zu werfen oder selbst zu gehen. Das wäre aber im Moment m.E. nicht notwendig. Ein bisschen Dissens ist ja auch mal nett.

  4. Deine Fragen:
    Wie weit soll diese Identifikation gehen?
    Wird anderer Leute Schrott auch dein Schrott?
    Blutsverwandtschaft vs Wir arbeiten nur zusammen.
    Muss ich mich um den Müll meines Nachbarn kümmern?
    Nun so einfach ist das garnicht zu beantworten.
    Ich denke, wer zum ersten oder auch zweiten mal auf den Scienceblogs landet, wird erstmal aufgrund des doch sehr einheitlichen Layouts denken okay… alles ein Topf.
    Wenn er dann öfter liest und das Prinzip der Blogs verstanden hat, dann wird er wissen, das jeder Blogger seinen eigenen Garten hat, man zwar miteinander redet und auf einander eingeht, aber im Zweifel jeder seine eigenen Äpfel pflückt.
    Also würde ich sagen: Nein, im Zweifelsfall bist du nur für deinen eigenen Schrott zuständig (http://spedr.com/1ucx5).
    Wenn du allerdings merkst, das da einer einen gewaltigen Geoman macht (http://spedr.com/3d88b), dann denke ich werden die meisten Leser denke ich schon erwarten, dass ihr dazu Stellung bezieht.
    Im Endeffekt ist die einzige Anforderung, die man an euch wirklich stellt, ich denke zu recht, dass ihr auch etwas versteht, von dem was ihr von euch gebt, bzw. offen dazu steht, wenn ihr es nicht tut.
    Die meisten Leser sehen in euch ‘Experten’ auf ihrem Gebiet, weshalb schon ein gewisses Vertrauen in eure Aussagen gehegt wird.
    Wenn Einer sieht, das der Andere Mist gebaut hat, solltet ihr Ihn zumindest mit Blick auf eure eigenen Glaubwürdigkeit korrigieren.
    Das muss nicht öffentlich am ‘Pranger’ geschehen, denn die meisten Fehler werden wohl nicht absichtlich passieren, weshalb der Hinweis zur Selbstkorrektur reichen sollte.
    Aber wenn sich jemand vorsätzlich und unbelehrbar in kruden Vorstellungen ergeht, dann denke ich müsst ihr da schon sichtbar Kontra geben.
    Müssen natürlich nur, wenn ihr auf die Meinung anderer Menschen etwas gebt.

  5. Du sagst es ja selbst, “dass hier eben Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten schreiben”. Und es ist euch allen wichtig, dass man euch als solche versteht. Ihr wollt euch bewusst abheben. Insofern passt Fischer hier wirklich nicht rein. Er postet zusammenhanglos und beachtet nicht die Kommentare. Was die anderen Blogger mühevoll und gekonnt in langen Einträgen zu erklären versuchen, kanzelt er in 10 undurchdachten Sätzen als unwichtig ab. Er verhält sich also weder wie ein Wissenschaftler noch wie ein Blogger.
    Für mich seit ihr eben alle Scienceblogger. Ihr habt den Segen und den Fluch, alle unter einer Flagge zu segeln. Das bringt zwar mehr Aufmerksamkeit, aber dafür erwartet man auch relativ ähnliche Gesinnungen, sprich wissenschaftliches Vorgehen, wissenschaftlichere Inhalte, eben weil ihr darauf besteht als Wissenschaftler zu posten. Allerdings bin ich schon soweit, euch voneinander unterscheiden zu können, also als individuelle Blogger als Teil eines Projektes zu betrachten.

  6. @Tobias: Na ja, zwischen eigenem Stil und einem an’s Bein pinkeln, besteht schon ein Unterschied. Du wirst mir doch auch beipflichten, dass die gesellschaftliche Stimmung gegenüber Wissenschaft derzeit eher überkritisch ist. Zu teuer, unnütz, Elfenbeinturm, gefährlich blablablubb. Und zumindest mir persönlich und ich denke Dir auch, ist es ein Anliegen dem gegenzusteuern.
    Wenn dann also ein Fischer da ankommt und im Grunde genau den Blödsinn abgibt, gegen den man mühsam anschreibt, dann ist das schon ärgerlich. Du fändest es ja auch nicht toll, wenn er auf einmal genau denselben Mist über Gentechnik absondert, den Du immer besonders ärgerlich findest.
    Schwieriges Thema und einmal ist mir ja auch die Hutschnur geplatzt und hab nen SB-Kollegen abgewatscht. Florian hat’s auch mal gemacht. Ich denke allerdings, solange das Gerangel nicht zur Regel wird, ist alles im grünen Bereich.

  7. Bei mir hat die Dachmarke scienceblogs vertrauen aufgebaut – begonnen bei Ulrich Berger (der da noch gar nicht bei scienceblogs war) über Florian Freistetter und eben JoergR. Jedem/Jeder neuen Autor/in ist mit einem noch größeren Vertrauensbonus bei mir gestartet. Das könnte auch in die andere Richtung gehen.
    Was es meiner Einschätzung nach aber noch nicht tut – dafür sind zu viele von euch einfach zu gut 🙂

  8. habs drüben bei Jörg schon geschrieben.
    Als eifriger Leser auf den meistens Blogs hier ist es mir grundsätzlich Wurscht, was geschrieben wird. Wenn aber offensichtlicher Quatsch oder auch halt mal ein provokativer Furz (was ja anscheinend ein Qualitätsmerkmal für ein Feuilleton sein soll) geschrieben wird, soll dieser vom Autor auch mitdiskutiert werden.
    Das Qualitätsmerkmal der Scienceblogs ist für mich, dass hier Experten für andere Experten und Laien da sind, Fragen beantworten, Einblicke gewähren und Öffentlichkeitsarbeit leisten. Eine tolle Sache eigentlich….

  9. Du wirst mir doch auch beipflichten, dass die gesellschaftliche Stimmung gegenüber Wissenschaft derzeit eher überkritisch ist.

    Die Daten sprechen eine andere Sprache: der Etat des BMBF hat allein gegenüber dem vergangenen Jahr um mehr als 600 Millionen Euro zugelegt. Es gibt keinen Kampf und kein verbreitetes Misstrauen gegen die Wissenschaft, sondern wir investieren im Gegenteil immer mehr Geld in sie.

  10. Ohne die anderen Kommentare gelesen zu haben: Für mich bist du ein SB-Blogger und ich werfe dich trotzdem nicht in einem Topf wie Fischer. Dieser Tüp ist mir schon einige Male durch seine hingefurzten Oberflächlichkeiten äußerst negativ aufgefallen – wer hat den denn bitte eingeladen? Nur weil er einen Bart und ne Brille hat, ist er noch lange nicht kompetent, wie man sieht.

  11. Tobias, du schreibst: “Und kann es uns nicht herzlich egal sein, was die anderen hier schreiben – genauso wie uns hunderttausede andere Blogposts in den Weiten des Internets egal sind, die nicht auf ScienceBlogs publiziert werden?”
    Wäre es dir wirklich egal, wenn z.B. Homöopathie-Fritsche nicht mehr in den “Weiten des Internets” bloggt sondern bei Scienceblogs? Oder irgendein Impfgegner, Kreationist, wasweisich? Die bloggen alle da draußen in den “Weiten” und die meisten davon sind mir ziemlich egal. Eben weil sie da draußen sind. Wenn sie bei Scienceblogs schreiben würden, und deren Beiträge unter dem gleichen Label erscheinen würden wie meine, dann wäre das mir nicht egal.
    Jetzt ist EPF natürlich kein Impfgegner, Kreationist oder ähnliches. Aber ich hab trotzdem ein Problem damit das seine unbelegten und faktisch falschen Wissenschaftsbeschimpfungen unter dem gleichen SB-Logo erscheinen wie meine Texte, in denen ich probiere den Menschen nahezubringen, wie faszinierend, spannend und wichtig Wissenschaft ist.

  12. Hab ich denn etwas anderes behauptet? O,o Dass ihr nicht alle einen anderen Stil hättet? Genau das habe ich doch betont… Da! Ich seh’s! “Individuelle Blogger”. Ich hab’s geschrieben. Dich zitiert sogar. Ich meinte nur, dass ScienceBlogs nun mal nicht als eine Ansammlung von Blogs wie WordPress verstanden wird, allein auf Grund der Tatsache, weil ihr euch eher in einem Themengebiet bewegt (“Science”Blogs). Du musst zugeben, dass hier durchaus wert darauf gelegt wird, dass ihr primär als Wissenschaftler, Wissenschaftsjournalisten und Wissenschaftskommunikatoren bloggt. Dann darf es nicht wundern, wenn bei unfundierten und wirren Einträgen über Wissenschaftliches so etwas losbricht.
    Summa sumarum habe ich aber eigentlich auch nichts anderes gesagt als Ludmila oder LeviCevita da oben…
    Ich glaube, das was am meisten so ärgert ist, dass sich die Leute recht einig sind, dass er da unsinniges schreibt, aber dass er nie auch nur ein Sterbenswort dazu äußert. Sonst hätte Jörg doch nie einen offenen Brief geschrieben. Genauso gut könnte Fischer die Kommentarfunktion deaktivieren. So viel zu, man kann die Blogposts bei ihm im Kommentarteil diskutieren. Es nützt doch nichts, wenn es ihm egal ist und wenn er immer weitermacht, als würde er die Kommentare nie lesen oder als wäre er erhaben über jede Kritik. Was macht ihn zu etwas besserem als alle anderen Blogautoren? Ohne ScienceBlogs würde sein Blog nicht weit kommen und wenn ScienceBlogs ihm Aufmerksamkeit verschafft, warum nicht fordern, dass er ein wenig mehr “science” einbringt?
    Abgesehen davon spricht es natürlich nichts dagegen, wenn mal ab und zu was offtopic kommt. Das passiert hier doch ständig. Jetzt kommt mein big fat ABER: Was ich da oben geschrieben habe, basiert trotzdem nicht auf einer von mir erdachten Definition von ScienceBlogs, sondern auf der hier: http://www.scienceblogs.de/ueber-scienceblogs.php Ich bin also nicht schuld an meiner Erwartungshaltung an wissenschaftlich angehauchten Blogposts. 🙂 Sogar du selbst schreibst in deiner Beschreibung: “[…]was mich hier als Blogautor bei den ScienceBlogs qualifiziert.” Das heißt auch du glaubst, dass es Mindestanforderungen gibt. Wenn du einen Eintrag über etwas wissenschaftliches machst, dann sagst du nicht einfach: “Bäh, Verschwörungstheoretiker” sondern “Bäh, Verschwörungstheoretiker, weil…” Das ist der Unterschied zwischen Fischer und den anderen Autoren.

  13. Bin ich ein Autor von ScienceBlogs oder der Autor von WeiterGen? <
    Der Author von WeiterGen. Also in erster Linie verantwortlich dafür, was Du schreibst.
    @nio
    wie kommentiert man denn eigentlich in Deinem Blogg?

  14. Ich denke auch, daß Meinungsartikel legitim sind und auch sein sollen. Ich denke, das ist nämlich eine andere Sache, die die SB leisten und zwar neben Spass an Wissenschaft zu vermitteln, auch zu zeigen, daß die Menschen dahinter eben nicht in ihren “Elfenbeintürmen” leben.
    Und zum Thema: Also ich sehe schon das Bloggerkollektiv hier (“We are SB resistance is futile”) schon etwas homogener, weil die Blogger hier ausgewählt wurden. Nicht wie bei den Blogdiensten wo jeder schreiben kann, wer gerade lustig ist (was ja auch gut ist).
    Von daher erwarte ich auch bei Meinungsartikeln ein gewisses sprachliches und argumentative Niveau.

  15. Florian,
    natürlich wäre es mir nicht egal, wenn hier Autoren bloggen würden, deren Tenor unwissenschaftlich wäre, da hat die Redaktion ja bisher auch keine großen Fehler gemacht (Seitenhieb: im Scilogs-Umfeld würde ich mich nicht so wohl fühlen wie hier).
    Ernst Peter Fischer schreibt kritische Glossen. Wenn er im Blog kommentieren würde, könnte er Sätze wie den über die Hirnwäsche des CERN-Pressebüros oder die Behauptung die Experimente des LHC würden bestenfalls verifizieren was bekannt ist klarstellen oder korrigieren.
    Mir geht es um die Identifizierung mit dem ScienceBlogs-Label, die ist bei uns beiden unterschiedlich ausgeprägt, wie mir scheint. Ich freu mich, dass ich hier durch Synergieeffekte mehr Leser habe als wenn ich bei WordPress geblieben wäre, ScienceBlogs freut sich, dass sie einen echten Dr. rer nat haben, der auch noch hin und wieder anständige Texte abliefert und zur Bildung der Marke beiträgt. Diese nüchterne Sicht führt vielleicht dazu, dass sich mein Pulsschlag nicht erhöht, wenn ich hier Texte lese mit denen ich nicht einverstanden bin.
    Deine Bemühungen den Menschen nahe zu bringen, wie faszinierend, spannend und wichtig Wissenschaft ist, sind natürlich Beispielhaft.
    Nio,
    du erwartest eine ganze Menge von einem Blog. Zuerst, Ernst Peter Fischer ist mit Sicherheit qualifiziert hier zu schreiben: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Peter_Fischer Zu einem besseren Blogautoren macht ihn das nicht.
    Du musst sehen, wir machen das hier alle freiwillig, hier gibts nichts zu fordern und auch kein Recht auf Beantwortung der Kommentare. Aber du hast Recht, Jörg hätte wahrscheinlich keinen offenen Brief geschrieben, wenn Ernst Peter Fischer auf Kommentare reagieren würde.

  16. @michael
    Meinst du die Frage, wie ich sie verstehe? Technisch? Durch Anklicken von “Kommentare” oder den Eintrag anklicken und runterscrollen. Und dann Name/url auswählen.

  17. Ich bin erst gerade über Deinen Beitrag gestolpert. Mein Kommentar von 20.00 Uhr bei E. P. Fischer passt auch hier hin. Bekanntlich bin ich kein Freund von Fischers Wissenschaftsfeuilleton-Blog, aber
    dass ausgerechnet Jörg Rings sich hier (betont öffentlich) über Herrn Fischers Kurzbeiträge aufregt, ist schon ein peinliches Unding ansich. Wenn jemand (nehmen wir den Politikwissenschaftler Ali Arbia einmal aus) den Wissenschaften und insbesondere der Physik Schaden zugefügt hat, dann ist es Jörg Rings, dicht gefolgt von Ludmila Carone.
    Denn niemand agiert hier so arrogant und reflexionsfrei wie er oder die beiden. Vor allem Rings ist, wenn in der Welt irgendetwas passiert, was er nicht versteht oder was ihm in seinem wissenschaftsabergläubischen Kleingeist nicht passt, ständig zum Kotzen. Das ist keine wissenschaftliche und schon gar keine naturwissenschaftliche Haltung. (Da stehe ich mit meinen Bauchschmerzen, die ich bei der Lektüre diverser Blogs hier regelmäßig bekomme, noch ziemlich gut da.)
    Es ist übrigens ein Gerücht, dass E. P. Fischer seinen Blog nicht pflegt. Mich versucht er z. B. seit meinen kritischen Kommentaren zu seinem Beitrag “Lügner und Parasiten” zu sperren. Es ehrt ihn, dass er darin nicht so erfolgreich wie Carone und Rings ist, die, weil ihnen pointiert formulierte, konträre Auffassungen unerträglich sind, es bei der Sperrung missliebiger Kommentatoren zu wahrer Meisterschaft gebracht haben.

  18. @Tobias: “Ernst Peter Fischer schreibt kritische Glossen. Wenn er im Blog kommentieren würde, könnte er Sätze wie den über die Hirnwäsche des CERN-Pressebüros oder die Behauptung die Experimente des LHC würden bestenfalls verifizieren was bekannt ist klarstellen oder korrigieren.”
    Ich glaub das ist fast das Hauptproblem an der Sache. Bei EPF hat man das Gefühl, dass es ihm völlig schnurz ist, was die Leser denken. Und gerade ein Blog lebt ja von der Interaktion und Kommunikation. Ein Blog zu schreiben ist was anderes als z.B. in ner Zeitung eine Kolumne. Mir scheint, dass EPF dieser Unterschied nicht ganz klar ist. Wenn EPF die Kritik der Leute ernst nehmen würde, dann wäre das was anderes. Aber so kommt man sich fast schon verarscht vor. Vielleicht sollte man ihm (oder wer auch immer die Blog-Software für ihn bedient) nahelegen, die Kommentarfunktion generell zu deaktivieren. Dann ist von Anfang an klar woran man ist.
    @geoman: “Wenn jemand (nehmen wir den Politikwissenschaftler Ali Arbia einmal aus) den Wissenschaften und insbesondere der Physik Schaden zugefügt hat, dann ist es Jörg Rings, dicht gefolgt von Ludmila Carone. “
    Hey! Jetzt bin ich eifersüchtig…

  19. @nio

    Meinst du die Frage, wie ich sie verstehe? Technisch? Durch Anklicken von “Kommentare” oder den Eintrag anklicken und runterscrollen. Und dann Name/url auswählen.
    Ja, was muss man denn alles aktivieren? Java, JavaScript,Cookies ? Muss man eine gültige Url angeben?

  20. Jetzt unterstellst du mir aber was. Ich gehe doch ausschließlich von euren “Abouts” aus. Ich saug mir doch nichts aus den Fingern… Ihr wollt über Wissenschaftliches schreiben. Okay. Dann bin ich hier und hoffe eben auf ein paar nette wissenschaftliche Posts (ich erwarte doch keine peer-review-Artikel mit super abgerundetem und voll durchdachtem Inhalt). Ihr seit die, die die wissenschaftliche Arbeit und das wissenschaftliche Herangehen betonen. Okay. Dann bin ich hier und hoffe darauf, dass mir beide Seiten der Medaillen gezeigt werden (und keine blinden Unterstellungen). “Vertrauensvorschuss” hat es, glaube ich, hier jemand genannt. Ich erwarte aber nichts von euch, was ihr nicht auch geben wollt. Das macht ja den Charme eines Blogs aus. Ebenso wie die Möglichkeit, mal eine Frage zu stellen und eine Antwort zu erhalten.
    Selbstverständlich gibt es kein Recht auf etwas aus dem genannten, aber wann habe ich das behauptet? Mit “fordern” sage ich nur aus, dass er sich mal wieder den Namen des Bloghosts anschauen soll. Wenn er bei ScienceBlogs schreibt, aber er keine “science” bringt, ist der Name dann nicht ein wenig random, effektheischend, und letztendlich nicht wahr? Ist er nur eine Art Slogan, allein weil Wissenschaftler hier posten? Darf ich deiner Meinung nach hier nicht auf etwas “science” hoffen? O,o Ich versteh grade um ehrlich zu sein überhaupt nicht, worauf du hinaus willst… Was ist denn so falsch daran, wenn ich von einer Seite, die sich ScienceBlogs nennt, auf etwas Wissenschaft schließe? Oder anders: Verstehe ich die ScienceBlogs falsch?
    @michael
    Öhm. hust Ich hab das Blog erst seit einer Woche. Und ich nehme an, wenn da nichts gesondertes steht, dann muss auch nichts gesondertes angegeben werden. Ich kann auch keine Fehler finden, die einen Kommentar verhindern könnten…

  21. Bei EPF hat man das Gefühl, dass es ihm völlig schnurz ist, was die Leser denken.

    So weit muss man es erst einmal bringen, dass einen nicht kümmert, was andere Leute denken.

  22. Ehrlich gesagt glaube ich mittlerweile, dass es dieser Plattform an Seriosität und würdiger Glaubwürdigkeit mangelt.
    Es wird auf der einen Seite einiges an Fischer reklementiert. Andererseits ist das, was insbesondere im “Physikblog” (ohne Namen nennen zu wollen) auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss.
    Von einer Plattform, die sich dazu auserkoren hat, in vielen Bereichen “Aufklärungs- und Informationsplattform” sein zu wollen müsste man insbesondere in Hinsicht eines an sich renomierten Herr Fischers souverän genug sein, um ihm die Stirn zu bieten. Im Übrigen sind die Anregungen Herrn Fischers weitaus fruchtbarer als das langweilige Dahergerede so manche Pseudo-Physikers.

  23. @Tobias Maier
    Ich finde es erstmal völlig normal und verständlich dass jemand, der hier zum ersten mal über eine Empfehlung, Link oder Googlesuche landet, den Eindruck gewinnt dass SB eine geschlossene Publikation ist. Wenn ich mal eine lahme Analogie heranziehen darf:
    Aldi hat tausende Zulieferer. Wenn Frau Mustermann ihren Mann fragt: “Wo hast du denn die leckeren Äpfel her?”, sagt Herr Mustermann nicht dass diese von der Firma soundso angebaut und bei Aldi vetrieben werden – er sagt: “Vom Aldi.”
    Ist Aldi jezt aber dafür verantwortlich wenn ein Zulieferer viele Faule Äpfel in seinen Paketen hat? Technisch gesehen: Nein. In der öffentlichen Wahrnehmung: Ja.
    Meine Meinung dazu ist dass, wenn man unter einer Dachorganisation wie SB schreibt, schon ein gewisses Maß an Verantwortung trägt. Genau wie jedes Mitglied eines Sportvereins, einer Partei, oder einer Religion, in der Verantwortung für ihre Dachorginasation und Vice Versa die Dachorganisation in Verantwortung für ihre Mitglieder zu nehmen ist.
    Läuft dann etwas “schief”, liegt es an der Dachorganisation (Gemeinde, Mitglieder) den “schiefgehenden” auf die gewünschte Bahn zurück zu holen oder sich zu distanzieren. Oder am Mitglied sich von der Dachorganisation zu distanzieren.
    Also: Wenn ihr den “Müll” eurer Bloggerkollegen nicht ertragt ist es vielleicht besser sich wieder ein eigenes Pläzchen in den weiten des Netzes zu suchen. Wenn ihr aber bei SB bleiben wollt, müsst ihr euch konsequenter Weise damit abfinden dass dieser “Müll” auch mit euch assoziiert wird. Das ist m.E. bei keiner größeren Publikation anders. Deren Inhalte kommen auch großteils von freien Mitarbeitern – die haben dann mit dem selben Problem zu kämpfen (e.g. “Springerjournalist”).
    @Ludmila
    “Du wirst mir doch auch beipflichten, dass die gesellschaftliche Stimmung gegenüber Wissenschaft derzeit eher überkritisch ist”
    Das habe ich von ihnen nun schon öfter gehört. Können sie da mal ein konkretes Beispiel geben? Ihre Artikel zu beispielsweise den maroden Zuständen bei hohem Arbeitsaufwand und ungerechter Bezahlung an vielen deutschen Unis habe ich gelesen – lasse ich aber als Argument für “Wissenschaftsfeindlichkeit” nicht gelten.
    Das sind Zustände die sie genausogut in etlichen Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten, Putzfirmen, Amtstuben, Fabriken etc etc etc vorfinden.
    Dennoch habe ich noch nie von beispielsweise “Krankenpflegerfeindlichkeit” gehört.
    Mal was aus meinem Unialltag: Wir haben einen ca 30-stöckigen Bau auf dem alten Campus in Frankfurt, dort sind m.W. hauptsächlich die Sozialwissenschaften und einige Fremdsprachen untergebracht. Den Turm, wie er genannt wird, betritt man auf eigene Gefahr (Einsturzgefährdet). Es wurde auf dem neuen Campus enorm ausgebaut. Raten Sie mal wer aber als erstes die Neubauten beziehen darf: Die Juristen und Wirtschaftswissenschaftler. Und das liegt nicht daran dass ein “Sozialwissenschaftfeindliches” Klima herrscht, sondern daran dass Die Bereiche Jura und WiWi der Uni Prestige und GELD bringen. Wissen Sie wie oft ich mich schon in einem Seminarraum, der für 25 Leute gedacht ist, mit 70 Leuten gequetscht habe, weil die “guten” Räume an Bänker oder Pharmaspackos aus der Privatwirtschaft vermietet worden sind?
    Ich stimme zu dass es in letzter Zeit mehr kritische (leider auch oft hanebüchene) Auseinandersetzung im wissenschaftlichen Bereich stattfindet, oder gefordert wird – Aber vergessen Sie bitte nicht dass allein durch das Internet in der letzten Dekade sich die Anzahl von Menschen mit Zugang (und Rückkanal!) zu wissenschaftlichen Publikationen in atemberaubendem Maße multipliziert hat und immer noch exponentiell wächst. Und wo die Gesamtmenge wächst, erhöht sich natürlich auch der Anteil an “nutcases”. Sie sollten das nicht als Problem bejammern, sondern es als neue Herausforderung der Wissenschaft sehen.
    Ich prognostiziere Ihnen dass diese “Auseinandersetzung” in Zukunft noch gewaltig zunehmen wird.
    Oder sehnen Sie sich einfach nur nach der “guten alten Zeit”, wo noch eine Hand voll Institutsmitarbeiter die einzigen mit Zugang zu spezieller Fachliteratur in den Uni-Bibliotheken war? Wo man sich nicht mit Laien streiten musste, höchstens mit anderen Wissenschaftlern, wovon der Durchschnittsbürger nichts mitbekommt ?
    Die Wissenschaft wurde aus ihrer dunklen Ecke geholt und unter das Mikroskop einer breiten Öffentlichkeit gezerrt, aber ist das wirklich schlecht?

  24. Auch wenn man SB als “geschlossene Publikation” wahrnehmen will, halte ich es für unumgänglich, dass gelegentlich gegenseitige Kritik angebracht wird.
    Das Portal SB will ein Sprachrohr für Wissenschaft sein. Als solches sollte es selber die Ideen hochhalten, die für die Wissenschaft zentral sind: hinterfrage, kritisiere, überprüfe, diskutiere, argumentiere. Nur so kommt man in der Wissenschaft weiter, und nur so kommt man auch in allen anderen Diskussionen weiter.
    Es ist eine Unsitte der heutigen Zeit, dass immer alle gleicher Meinung sein müssen und einander zunicken, nur weil sie durch irgendwas verbunden werden. Ungezählt sind die Ja-Sager in Unternehmen, die ihren Chef abnicken, und die Chefs, die kritische Stimmen stummschalten, und vermutlich wird nirgends mehr Potential vergeben als durch unkritische Zustimmung. Wenn wir den Geist der Wissenschaft hochhalten wollen, dürfen wir nicht das Verhalten der Wissenschaftsfeinde kopieren, für die Zusammenhalt und Nachbeten von Meinungen und Dogmen wundervolle Mittel sind, um die Ratio des Einzelnen auszuschalten.
    Das gilt ganz grundsätzlich; auch wenn es hier nicht um Fakten, sondern Meinungen geht. EPFs Position zum LHC mag ich nicht zustimmen, sie bleibt allerdings seine private Meinung, und Zensur dieser Meinung würde dem wissenschaftlichen Ideal schlecht anstehen. Die Abwesenheit von Zensur gebietet allerdings die kritische Betrachtung des Geschriebenen von allen Seiten, und somit erfüllt Jörg Rings mit seiner Stellungsnahme eine wissenschaftliche Aufgabe.

  25. @nio

    Öhm. hust
    Mach nichts, ich probiers bei Gelegenheit mit einem anderen Browser. Die Einträge sind jedenfalls verständlich und schön illustriert.
    Ich versteh grade um ehrlich zu sein überhaupt nicht, worauf du hinaus willst…
    Vielleicht darauf, dass man in einem ScienceBlog auch ‘über’ Wissenschaft schreiben darf und soll.

  26. Sorry, der korrekte Anfang des Bonmots lautet “Wenn zwei immer absolut der gleichen Meinung sind …”

  27. @koz: Sie sind halt ein bisschen spät dran. Noch vor einem Jahr hätten Sie hier erleben können, wie wir hier förmlich von Protesten gegen die pöhsen pöhsen Wissenschaftler, die angeblich mit sinnlosen und teuren Experimenten die Existenz der Welt gefährden, überrannt wurden. Oder schauen Sie mal, was passiert, wenn Tobias das böse Wort Gentechnik fallen lässt. Oder was unter seinen Artikeln zur Schweinegrippe abgeht. Oder warum man immer wieder sich anhören muss: “Und? Wozu soll es gut sein?” “Öh, weil es Wissen schafft und aus Wissen normalerweise irgendwann auch nützliche Sachen rauskommen?” Bei Primaklima ist eine Diskussion unmöglich. etc.pp-
    Nicht falsch verstehen, ich bin absolut gegen eine paternalistische “glaubt mir mal” Weltsicht. Aber mir geht dieser blöde postmodernistische Mist auf den Zeiger:
    “Die Wahrheit liegt immer dazwischen.”
    “Das ist doch nur eine Theorie”
    “Wissenschaftler sind Teil des Establishments”
    “Der eine durchgeknallte Prof hat immer recht und die 1000 anderen irren sich alle. Wie im Kino halt.”
    Aber vielleicht bilde ich mir das nur ein und in Wahrheit gab es früher genauso viele bescheuerte Menschen. Vor dem Strom hatten die Menschen ja auch anfangs große Angst.
    Na ja, sei es wie es sei. Es gibt hier und heute genügend falsche Klischees und falsche Vorstellungen, die es richtig zu stellen gilt. Ob es hilft? Keine Ahnung. Aber es ist sehr befreiend 😉

  28. Wenn zwei absolut der gleichen Meinung sind, so sagt man, dann ist einer überflüssig. Und auch wenn’s nur ein Bonmot ist, denke ich doch, dass es in der Wissenschaft in der Tat zutrifft. Will sagen: Selbst wenn es Konsens unter Evolutionsbiologen/Klimaforschern/Kernphysikern/Geographen (die Liste ist ausbaufähig) zu einer Grundfrage gibt, dann werden wegen Details noch enorm die Fetzen fliegen. Man google nur mal das Stichwort “Punctuated Equilibrium” … Unterm Strich ist der Widerspruch unter Wissenschaftlern manchmal vielleicht produktiver als der Konsens. Insofern finde ich es gut, wenn sich auf Scienceblogs auch die Wissenschaftler – praktisch jeder ja ein Vertreter eines anderen Spezialgebietes – mal fetzen.

  29. @ Jürgen Schönstein
    Was soll denn der Quatsch oder das exotische Beispiel “Punctuated Equilibrium” (“Durchbrochenes Gleichgewicht”) jetzt hier? Seit wann ist das eine Konsenstheorie der Evolutionsbiologie? Wo haben Sie das denn aufgeschnappt?
    Einen gelungenen und gut ausformulierten Aprilscherz können Sie bei Florian Freistetter nachlesen.

  30. @Sven Türpe· 31.03.10 · 20:27 Uhr
    ‘Die Daten sprechen eine andere Sprache: der Etat des BMBF hat allein gegenüber dem vergangenen Jahr um mehr als 600 Millionen Euro zugelegt.’
    Ich denke man kann staatliche Finanzierung nicht zum Maßstab für gesellschaftliche Akzeptanz machen.
    Wenn du mal als ‘Schlechtes Beispiel’ in ein SpOn Forum guckst, wenn sie mal wieder irgendeine Pseudosensation über Gentechnik, Lebensmittel, Pharmazeutika oder ähnliches ausgegraben haben, dann wirst du Tinitus im Auge bekommen, soviele Pfeifen wie da auf Wissenschaft rumhacken.
    Wobei das größte Problem wohl ist, dass die Meisten garnicht kapieren, was Wissenschaft ist und was nicht.
    Ich denke gerade unter diesem Gesichtspunkt sind ScienceBlogs eine wichtige und sinnvolle Sache.

  31. Ich denke man kann staatliche Finanzierung nicht zum Maßstab für gesellschaftliche Akzeptanz machen.
    Wenn du mal als ‘Schlechtes Beispiel’ in ein SpOn Forum guckst, …

    Statt mir das objektive Verhalten relevanter gesellschaftlicher Strukturen anzuschauen, soll ich mich von einer Handvoll Leute in einem minder bedeutsamen Diskussionforum täuschen lassen? Das sieht nicht nach einer guten Idee aus. Sondern genau nach jenem Denkfehler, den einige Blogger hier machen, wenn sie die Kommentare in ihren Blogs auf den Rest der Welt hochrechnen. Wenn irgendwo Chaostage angekündigt sind, werden natürlich Punker kommen. Dass unsere Gesellschaft auf dem Wege der optischen und musikalischen Verwahrlosung sei, ließe sich daraus aber kaum schließen. Irgendeinen objektiven, nicht nur lokalen Indikator brauchen wir schon, und das Forschungsbudget bietet sich an. Immerhin wird es von unserer Regierung und unserem Parlament in unserem Auftrag festgelegt.

    Wobei das größte Problem wohl ist, dass die Meisten garnicht kapieren, was Wissenschaft ist und was nicht.

    Die meisten können auch nicht gut tanzen, im Kopf rechnen, vor Publikum reden, gute Texte schreiben, singen und musizieren, sicher radfahren, Entfernungen schätzen, schnell schwimmen oder sich interessant anziehen. Dennoch wäre es ein großer Fehler, sich seinen Mitmenschen überlegen zu fühlen. Sogar dann, wenn man es tatsächlich wäre.

  32. Schönen Dank für die Kommentare. Zunächst: Hier ist kein Forum um sich über den vermeintlichen Charakter meiner Kollegen auszulassen. Ein einfacher Rat, den ich auch beherzige: Wem die Blogposts mancher Autoren hier nicht gefallen: Einfach nicht lesen.
    Ich kann verstehen, dass ScienceBlogs von Lesern und von Kollegen hier als eine Einheit, eine Marke begriffen wird. Das gemeinsame Design sowie das gemeinsame Motto unterstützen dies ja auch. Klar ist auch: Wer regelmässig hier liest, lernt zwischen den einzelnen Blogs zu unterscheiden und lernt die Blogger über ihre Texte kennen.
    Das geht mir genauso. Nur eine Hand voll meiner Kollegen habe ich persönlich schon getroffen, die meisten jedoch noch nie gesehen und wirklich kennen tue ich keinen, ausser eben durch die jeweiligen Artikel.
    Mein Eindruck ist, obwohl wir alle im wissenschaftlichen Umfeld arbeiten und logisch denken, decken wir eine grosse Bandbreite ab. Politisch, thematisch und stilistisch. Dass es da zu Meinungsverschiedenheiten und Konfrontationen kommt ist klar und so ja auch gewollt. Trotzdem bleibt der Aspekt der selektiv stärkeren Wahrnehmung auch kleiner Differenzen innerhalb der ScienceBlogs im Vergleich zu riesigen Unterschieden zu dem, was anderenorts publiziert wird und vor Wissenschaftsfeindlichkeit, Ignoranz von Fakten und Gedankenkurzschlüssen nur so strotzt.
    Ich sehe übrigens auch eine weit verbreitete Skepsis und Ignoranz der Wissenschaft gegenüber. Und wenn es eins gibt, was uns hier als Autoren eint, dann ist es vielleicht am ehesten der Wunsch, dahingehend aufzuklären. Das geschieht durch faktisch fundierte Artikel, durch Bashing von Pseudowissenschaften, und durch gebloggte persönliche Meinungen – die nicht immer von allen geteilt werden.

  33. Gut, dass Tobias Maier diese Diskussion initiiert hat, die für mich etwas überraschend zeigt, dass ScienceBlogs von vielen eher als eine mehr oder weniger geschlossene Gemeinschaft wahrgenommen wird.
    Was nun? Die rund 30 ScienceBlogger eint kein gleiches Verständnis davon, wie und was über Wissenschaft zu sagen ist. Zwischen manchen mögen die Übereinstimmungen größer sein, andere haben (manchmal nur Themenbezogen) größere Differenzen. Das ist Tatsache.
    Wer regelmäßig hier liest, Diskussionen verfolgt und kommentiert, merkt das ja auch schnell. Wer nur gegegentlich reinschaut, wundert sich vielleicht manchmal. Meiner Meinung nach kann man zwar an der Oberfläche basteln, indem man vielleicht das layout individualisiert (was aber auch nachteile bei der Orientierung hätte) oder irgendwo an zentraler Stelle deutlicher darauf hinweist. Aber wirklich sichtbar wird das nur, wenn die Kontroversen in den Kommentaren, möglichst ohne persönliche Angriffe und Beleidigungen, ausgetragen werden.
    Wenn z.B. bei meinem letzten Artikel zwei ScienceBlogger gleich zu Beginn der Diskussion zeigen, dass sie anderer Meinung sind als ich, dann wird doch schnell deutlich, dass das geschriebene kein ScienceBlogs-Statement sondern ein Jörg-Friedrich-Blogeintrag ist. Ich finde das völlig in Ordnung und ich denke auch, das reicht.

  34. Statt mir das objektive Verhalten relevanter gesellschaftlicher Strukturen anzuschauen, soll ich mich von einer Handvoll Leute in einem minder bedeutsamen Diskussionforum täuschen lassen? [..]Irgendeinen objektiven, nicht nur lokalen Indikator brauchen wir schon, und das Forschungsbudget bietet sich an.

    Und wie stark steigt der lokale deutsche Etat im EU-vergleich bzw. USA?
    Objektiv? Es geht darum, das viel Menschen nicht mehr objektiv sind. Es geht hier um Meinungen.
    http://spedr.com/nhv0

    Dennoch wäre es ein großer Fehler, sich seinen Mitmenschen überlegen zu fühlen. Sogar dann, wenn man es tatsächlich wäre.

    Wer ist überlegen?
    Mir geht es darum, das Menschen misstrauisch sind und viel zu oft desinformiert werden, weswegen man versuchen muss sie mit der Entwicklung mitzunehmen. Wenn sie Verstehen, dann können sie auch kritisch hinterfragen ohne sich in einer Tour in stumpfer Polemik zu ergehen oder ihre Mitmenschen in hässliche kleine Schubladen zu zwängen.

  35. Ich bin bei Scienceblogs gelandet und geblieben, weil hier viele interessante und vor allem gut aufbereitete Artikel geschrieben werden, auf deren Grundlage ich mich weiter informieren kann. Unter anderem die Debatte betreffs des Klimawandels wird ja auch hier geführt, allerdings auf einer Ebene, die meiner Denkweise wesentlich mehr entgegenkommt, als die der meisten Zeitungsartikel.
    Dazu kommt in den meisten Blogs hier eine rege Verlinkung auf weitergehende Quellen und kritische Stimmen. Die Artikel sind zwar nicht immer leicht verständlich, aber man bemerkt doch, das die meisten Autoren versuchen, ihre Interessensgebiete auch Laien verständlich zu machen und Interesse und Faszination weiterzuvermitteln.
    Der “Wissenschaftsfeuilleton” ließt sich im Kontrast zu den anderen Stimmen hier wie ein wahlloser “Troll”-Beitrag auf einer beliebigen Website.
    Es fehlen Referenzen, es fehlen Links und vor allem fällt mir meistens schwer die kryptisch formulierten Vorwürfe und Meinungen von Herrn Fischer überhaupt zu verstehen, geschweigedenn nachvollziehen zu können.

  36. @Geoman

    Was soll denn der Quatsch oder das exotische Beispiel “Punctuated Equilibrium” (“Durchbrochenes Gleichgewicht”) jetzt hier? Seit wann ist das eine Konsenstheorie der Evolutionsbiologie? Wo haben Sie das denn aufgeschnappt?

    Können Sie mal den Schnabel halten, während Erwachsene miteinander kommunizieren – und vor allem erst lesen, ehe Sie ihren Senf abgeben? Hier noch mal, was ich geschrieben habe (manchem muss man’s halt mehrfach vorkauen – soll ich’s zudem noch buchstabieren?):

    Selbst wenn es Konsens unter Evolutionsbiologen/Klimaforschern/Kernphysikern/Geographen (die Liste ist ausbaufähig) zu einer Grundfrage gibt, dann werden wegen Details noch enorm die Fetzen fliegen. Man google nur mal das Stichwort “Punctuated Equilibrium” …

    Wo steht hier etwas anderes, als dass das punctuated equilibrium eben nicht unter den Evolutionswissenschaftlern konsensfähig ist? Also nochmal: Man kann sich in einem sehr grundsätzlichen Punkt (hier: Evolution durch natürliche Selektion) einig sein, aber dann über ein nachfolgendes Detail dann heftig in die Haare kommen. Haben Sie’s jetzt verstanden?

  37. Sehr schöner reflexiver (?) Fred, den Du da aufgezogen hast.
    Hat auch meine “persönliche Geschichte” mit den SBs exakt widergespiegelt.
    Und wahrlich, SB hebt sich wohltuend aus der Welt der “normalen” Blogs hervor. Diese Wissenschaftsfeindlichkeit, die Ludmilla beschreibt, kann ich auch gut erkennen. Speziell in meinem “Haupthobby” Klima, aber auch bei Quackopathie und so.
    Hier laufen Trolle zum Glück ziemlich schnell ins Leere. So ein paar Ausnahmen wie Geomännchen, Svenni oder Gustav Gans sind noch relativ leicht zu ertragen.
    Hab Euch auch schon ein paar Mal guten Freunden weiterempfohlen. Weiter so!

  38. Am Anfang habe ich auch gedacht, dass die ganzen Blog-Autoren hier eine Gemeinschaft bilden, da eben unter dem gleichen Namen gebloggt wird. Im Laufe der Zeit wurde mir aber klar, dass jeder sein eigens Ding durchzieht und nur ab und zu mal in Artikeln anderer Autoren ein Kommentar hinterlassen wird. Das finde ich aber völlig in Ordnung, da sich eben jeder um seinen Blog zu kümmern hat. Das läuft ja auf ScienceBlogs.com nicht anders oder irre ich mich da? Wie schauts denn sonst bei euch aus? Gibt es einmal im Jahr ein Treffen oder ähnliches?
    Nun zu deinen Fragen

    Lange Vorrede, kurze Fragen: Wie weit soll diese Identifikation gehen? Hat man gar eine Mitverantwortung für das, was andere Autoren schreiben? Färbt der Stil und der Inhalt der Blogposts anderer Autoren auf die eigene Reputation ab? Ist ScienceBlogs eine große Familie, oder sind wir einfach ein Blog-Konglomerat mit einer zentralen Hauptseite auf der die neuesten Beiträge angeführt werden?
    Wie werden die ScienceBlogs von meinen Mitautoren hier und von den Lesern wahrgenommen? Bin ich ein Autor von ScienceBlogs oder der Autor von WeiterGen? Werden wir also als individuelle Blogger wahrgenommen oder als Teil eines Projekts?

    Ich finde nicht, dass ihr eine Mitverantwortung habt, was die anderen schreiben, da ja eben jeder über sein eigenes “Fachgebiet” schreibt und die Leute für die Blogs ja spezifisch von Herrn Scheloske ausgewählt wurden, weil ihnen eben eine gewisses Maß an Kompetenz zugesprochen wurde. Klar kommt es dann mal vor, dass sich ein oder zwei Autoren ein Fauxpas erlauben, aber das finde ich nicht weiter schlimm, da ja die Kommentarfunktion genug Platz zum Ausdiskutieren bereitstellt. Die eigene Reputation ist daher, meiner Meinung nach, nicht gefährdet. Es leidet, wenn überhaupt, die Reputation von ScienceBlogs. Nicht zuletzt, da ich hier in den Kommentaren oft auf abfällige Worte aufmerksam werde. Diese stammen sowohl von Lesern, als auch von Blog-Autoren, die meiner Meinung nach viel zu schnell aggressiv werden und sich verteidigen müssen, da sie sich persönlich angegriffen fühlen…von irgendwelche dummen Kommentaren. Da gebe ich einfach den Tipp: Steht drüber!
    Insgesamt nehme ich Scienceblogs schon als “Community” wahr, aber ich weiss, dass jeder Autor seinen eigenen Stil pflegt und nur für seinen Blog verantwortlich ist. Man sollte jedoch, wenn Meinungsverschiedenheiten bestehen, diese untereinander klären und nicht öffentlich austragen, da dies doch eher ein negatives Bild abliefert und in gewisser Weise rufschädigend ist.

  39. @Andre N.D.: Man kann einen Artikel immer besser machen, indem man einfach mehr Fakten auf den Tisch packt und seine Argumente stärkt. Man sollte aber keine endlos langen Texte schreiben, sondern es beim Wesentlichen belassen, was hier meiner Meinung nach in vielen Blogs der Fall ist. Dieses von Ihnen angesproche “Wissenschaftsgefälle” nehme ich deswegen nicht so wahr, da es drauf ankommt, wie man etwas schreibt und wie man es begründet. Es braucht nicht immer ein Haufen Fakten, wenn ein oder zwei es alleine schon tun. So ersparrt man sich einen langen Text, der vorm Lesen abschreckt.

  40. @Tobias:
    Einträge, mit dessen Inhalt man nicht einer Meinung ist, nicht zu lesen, ist meines Erachtens keine Lösung, da die Grundausrichtung “Wissenschaft” sein sollte. Ich nehme jeden einzelnen Autor individuell wahr, aber ich finde, wenn auf SB publiziert wird, sollte schon ein gewisses (positives) Verständnis von Wissenschaft vorhanden sein. Dies scheint mir bei nicht allen Autoren gleichermaßen der Fall und dies schädigt meines Erachtens die Wahrnehmung von SB insgesamt. Eine gewisse Recherche gehört vor Verfassen eines Artikels dazu. Wenn dann Beiträge veröffentlicht werden, bei denen der Autor im Kommentarbereich zu denken anfängt, ist das extrem unprofessionell. Werden diesen die Beiträge Eurer Physiker, von Dir, Thilo, Florian oder den extrem gut recherchierten Beiträgen von Christain und Ali u.a. gegenüber gestellt, kommt ein extremes “Wissenschaftsgefälle” bzw. ein sehr unterschiedliches Verständnis von Wissenschaft zum Ausdruck und ich frage mich: Braucht SB eine oder zwei Lachnummern zum Sammeln von Trollen?
    Wobei das schlimmste Blog bereits glücklicherweise verschwunden ist: Medlog war der absolute Hit an Unwissenschaftlichkeit.

  41. @DrG: wohl wahr, viel Text nix gutt.
    Aber das Wenige sollte doch einigermaßen durchdacht sein, sonst sinkt das Niveau zu arg – und davon sind alle SBler betroffen. Insofern ist ein EPF schon ein Geschwür.
    Und wenn man dann noch liest, was Flori in seinem ProtonenFred aufgetan hat: http://markustermin.wordpress.com/2010/04/02/der-wurm-im-lhc/ dann ist EPF auf dem besten Weg, zu einem der neuen Eso-Mertürer zu werden.
    Wobei ein Mertürer ja auch ein Mittelklassewagen sein kann – dank neuer Rechtssschreibung…

  42. ine gewisse Recherche gehört vor Verfassen eines Artikels dazu. Wenn dann Beiträge veröffentlicht werden, bei denen der Autor im Kommentarbereich zu denken anfängt, ist das extrem unprofessionell.

    Nach allen Seiten absichern und sich bloß nicht beim Denken erwischen lassen, das ist Wissenschaft. Liegt doch die Betonung auf Wissen und nicht auf fragen, betrachten oder versuchen. Nein, wir wollen Wissenschaft als unfehlbar präsentiert haben. Der Wissenschaftler hat zu wissen, alles andere wollen wir nicht sehen.

  43. Sven Türpe·
    02.04.10 · 21:17 Uhr
    BreitSide,
    Insofern ist ein EPF schon ein Geschwür.
    Dein Betragen ist unangemessen.

    Sagt wer?

  44. Sven Türpe·
    02.04.10 · 22:24 Uhr
    Sagt wer?
    Mein Name steht drüber, den Rest weiß Google.

    Bist schon ein erstaunlich schlaues Kerlchen…

  45. @Dr. Glucose:
    “Dieses von Ihnen angesproche “Wissenschaftsgefälle” nehme ich deswegen nicht so wahr, da es drauf ankommt, wie man etwas schreibt und wie man es begründet. Es braucht nicht immer ein Haufen Fakten, wenn ein oder zwei es alleine schon tun. So ersparrt man sich einen langen Text, der vorm Lesen abschreckt.”
    Das habe ich damit nicht gemeint. Ich mag die langen, durchdachten, begründeten und die kurze pointierten Texte. Ich mag naives Geschwafel nicht.

  46. @ Jürgen Schönstein schrieb:
    “Also nochmal: Man kann sich in einem sehr grundsätzlichen Punkt (hier: Evolution durch natürliche Selektion) einig sein, aber dann über ein nachfolgendes Detail dann heftig in die Haare kommen. Haben Sie’s jetzt verstanden?”
    Für mich schwer vorstellbar, dass sie wirklich beabsichtigt haben, solche Trivialitäten auf Sciencblogs zu posten.
    @BreitSide schrieb:
    “Insofern ist ein EPF schon ein Geschwür.
    Und wenn man dann noch liest, was Flori in seinem ProtonenFred aufgetan hat: http://markustermin.wordpress.com/2010/04/02/der-wurm-im-lhc/ dann ist EPF auf dem besten Weg, zu einem der neuen Eso-Mertürer zu werden.”
    Dem wissenschaftlichen Ansehen schädliche “Geschwüre” – um Deinen wirklich unapetitlichen und grenzwertigen Begriff aufzugreifen – gibt es hier, wie ich schon mehrfach zeigen konnte, ganz andere.
    Nich sehr schmeichelhaft für Markus Termin, der E.P. Fischer verteidigen bzw. für sich einnehmen möchte, ist, dass er dessen bekanntes, an Dietrich Schwanitz Buch “Bildung” angelehntes Werk “Die andere Bildung”, mal eben “Das andere Wissen” nennt. Da kann man sich schon vorstellen, wie gründlich er seine Horoskope recherchiert sind.

  47. Herr Fischer führt seinen Blog in der Rubrik Wissenschaftsfeuilleton. In solch einer Sparte muss man mit einer kritischen Betrachtung der Dinge rechnen. Wissenschaft besteht nicht darin, dass sich alle einig sind. Andere Meinungen oder Auffassungen sind im wissenschaftlichen Sinne sogar notwendig, denn so können sich Meinungen zu vorherrschenden Meinungen etablieren sofern sie einer wissenschaftlichen Prüfung unterzogen werden (wie etwa im Falle des Wissenschaftlers Rössler).
    Wenn Sie mir erlauben, dass ich mich als Amerikaner über Dinge äussere, die mir speziell an den Deutschen aufgefallen ist. Ich habe sehr viel Sympathie für die deutsche Sprache, denn sie ist eine sehr exakte Sprache. Bevor man einen Satz aussprechen kann muss man wissen wie er endet. Gemessen daran sollte man vermuten, dass Deutschsprechende über sehr viel innere Ruhe und Bedachtheit verfügen und dass es ihnen aufgrund der Exaktheit der Sprache möglich ist, einen Sachverhalt überaus detailliert und unmissverständlich wieder zu geben.
    Die Artikel eines der Blogger, Jörg Friedrich, muss ich mindestens zweimal durchlesen, bevor ich sie verstehe, andere schreiben kurz und prägnant. Ich könnte nicht sagen, welche Art ich präferiere, denn ich schätze beide Arten sehr.
    Was ich an der Kritik Herr Rings auszusetzen habe ist, dass er sich über die Richtlinien von Scienceblogs.de stellt, denn in erster Linie ist jeder Blogger selbst für seinen Blog verantwortlich. Rings mag – wie etwa Freistetter – von Idealismus geprägt sein, denn beide versuchen […den Menschen nahezubringen, wie faszinierend, spannend und wichtig Wissenschaft ist…]. Gerade bei Rings stelle ich zudem eine gewisse Hitzköpfigkeit und Unbedachtheit fest, die zusammen mit Hochmut und Intolleranz sehr störend einwirkt. Rings sollte eigentlich wissen, dass Fischer eine honorige und anerkannte Persönlichkeit ist. Natürlich muss er sich trotz allem Kritik stellen. Doch nicht, wenn sie derartig vorgetragen wird wie von Rings, der eigentlich ein “good guy” ist, Kritik an Dingen, für die er sich begeistert, allzu persönlich nimmt und überreagiert. Dadurch disqualifiziert er sich selbst. In den USA hätte er keine Chance, denn in den USA herrscht eine hang-loose-Mentalität vor, zu der man insbesondere in der Wissenschaft verpflichtet ist und vorleben muss.
    Die mangelhafte Solidarität mit Fischer ist bezeichnend (was mich im Übrigen sehr entsetzt hat). Es zeigt doch wie sehr der Eigensinn ausgeprägt ist.
    Ich habe selbst nichts gegen Grundlagenforschung einzuwenden. Ich habe allerdings auch erlebt, dass es in der Grundlagenforschung nicht nur um Wissen gehen muss. Ich halte nichts von den Rechtfertigungen, die den Aufwand der CERN-Experimente durch Floskeln begründet, die wissenschaftlich nicht haltbar oder abgesichert sind. Die Ausmaße haben in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen. Die Rechtfertigungen sind noch die gleichen. Das ist sehr bedauerlich.
    Wenn sich Physiker nicht imstande sehen, das Wissen über die unbelebte Materie, populärwissenschaftlich wieder zu geben so ist sie auf jene angewiesen, die dies können. Schliesslich ist eines der Pro-Argumente der Grossforschung (wie in CERN) die Wissenserweiterung. Nicht nur für Physiker allein, sondern für die gesamte Menschheit.

  48. @A. Weinberg:
    “Wenn sich Physiker nicht imstande sehen, das Wissen über die unbelebte Materie, populärwissenschaftlich wieder zu geben so ist sie auf jene angewiesen, die dies können. Schliesslich ist eines der Pro-Argumente der Grossforschung (wie in CERN) die Wissenserweiterung. Nicht nur für Physiker allein, sondern für die gesamte Menschheit.”
    Welcher Physiker sieht sich nicht imstande, Wissen populärwissenschaftlich weiterzugeben?
    Ich habe hier eher eine kritische Meinung gegenüber “Wissenschaftsjournalisten” die den Sinn eines wissenschaftlichen Blogs nicht verstanden haben.

  49. Arthur Weinberg,
    ich bitte Sie von Psychogrammen meiner Kollegen hier abzusehen. Wenn Ihnen das was Jörg Rings schreibt nicht liegt, kommentieren Sie einfach in seinem Blog oder starten Sie ihr eigenes!

  50. @ A.Weinberg:

    in den USA herrscht eine hang-loose-Mentalität vor, zu der man insbesondere in der Wissenschaft verpflichtet ist und vorleben muss.

    Ich bin mir nicht ganz klar, was “hang loose” genau bedeutet (wer von uns Krauts versteht schon, was ein Ami mit “red tape” meint).
    Wenn es aber eine Schmierwurscht-Mentalität bedeutet, also dass es doch recht egal ist, ob jetzt die Erde eine Kugel oder eine Scheibe ist, dann nimmt es nicht wunder, welch großen Einfluss und Zulauf Kreationisten in den USA haben.
    Ich dachte immer so naiv vor mich hin, Wissenschaft bedeute unvoreingenommene Suche nach der Wahrheit.
    So kann man sich irren…

  51. @Andrea N.D
    Ich habe Sie nicht direkt angesprochen/ansprechen wollen. Daher ist es nun mühsam herauszufinden, auf was Sie hinaus wollen. Ich bitte also um etwas Nachsicht.
    Ich bin erst vor kurzem auf scienceblogs.de gestossen und werde meine Anteilnahme daran in einigen Tagen wieder beenden. Daher sehen Sie es mir nach, wenn ich Ihnen also nicht ganz folgen kann und daher ein wenig ausholen muss.
    Mit Ihrer Aussage […schädigt meines Erachtens die Wahrnehmung von SB insgesamt…] haben Sie vollkommen recht. Die Frage ist – und in diesem Punkt werden wir uns wohl nicht konform sein – welche Artikel oder welches Auftreten es denn ist, welches schädigend einwirkt.
    Wenn ich den Blog von Fischer einmal außen vor lasse so sind es derweil nicht allzu viele Blogs, die tatsächlich den Anspruch von wissenschaftlichen Essaygüte erhalten. Zuweilen verhalten sich die Blogger als Kommentatoren in einem bedauerlich Maße selbst sehr unwissenschaftlich und geben in erster Linie ihre Meinung wieder, was ja okay ist.
    Was das von Ihnen angesprochene Wissenschaftsgefälle und das sehr unterschiedliche Verständnis von Wissenschaft angeht so möchte ich einbringen, dass Sie wohl einen elitarisierter Blog vorziehen würden. Dagegen ist nichts zu sagen. Aber scienceblogs.de scheint mir dafür ungeeignet und ich würde noch nicht einmal Fischers Blog an erste Stelle nennen.
    Wenn ich Sie abschliesend nochmals zitieren dürfte: […Wobei das schlimmste Blog bereits glücklicherweise verschwunden ist: Medlog war der absolute Hit an Unwissenschaftlichkeit…]
    Da ich als Leser keine Möglichkeit habe dies nachvollziehen zu können, sich ihre Aussage durchaus als “Nachtreten” bezeichen lässt entsteht bei mir wohl welcher Eindruck?

  52. Wenn Ihnen das was Jörg Rings schreibt nicht liegt, kommentieren Sie einfach in seinem Blog

    Das ist unter der angeführten Voraussetzung kein realistisches Vorhaben.

  53. @Tobias
    Ich werde Ihrer Bitte selbstverständlich nachkommen, mag jedoch eines zu bedenken geben:
    Herr Rings stellt sich einer kritischen Diskussion über sein Verhalten nicht und löscht meine Kommentare, was natürlich sein gutes Recht ist.
    Die Psychologie ist wie etwa die Experimentalphysik eine empirische wissenschaft. Obgleich es mir nicht vergönnt ist, einen Abschluss in der Psycholgie vorweisen zu können so besteht dennoch eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass meine Analyse korrekt ist 😉
    Ich bitte Sie um Entschuldigung, dass ich offensichtlich der Etikette in Ihrem Blog nicht gerecht wurde.

  54. @ AW:

    Ich habe selbst nichts gegen Grundlagenforschung einzuwenden.

    So eine Einleitung lese ich auffällig häufig bei den Trollen in meinem “Lieblingsgebiet”, dem Klima. Nachher kommt dann meist die Offenbarung.

    Ich habe allerdings auch erlebt, dass es in der Grundlagenforschung nicht nur um Wissen gehen muss.

    Das ist ja fänomenal. Ich hab auch schon erlebt, dass es beim FC Bayern nicht nur um Fußball gehen muss. Und?
    Das ist ein veritabler Strohmann (jedenfalls in der Bedeutung, wie sie Georg Hoffmann verwendet, also ein verlogener Popanz, eine Behauptung, die dem Gegner untergeschoben wird und dann glorios umgehauen wird, nicht ein vorgeschobener unverdächtiger Agent). Allerdings geschickt formuliert (“ich habe”, “nicht unbedingt muss”…), sodass es genauer betrachtet zur reinen Binsenweisheit mutiert.

    Ich halte nichts von den Rechtfertigungen, die den Aufwand der CERN-Experimente durch Floskeln begründet, die wissenschaftlich nicht haltbar oder abgesichert sind.

    Zweimal durchgelesen: wieder eine Binsenweisheit.

    Die Ausmaße haben in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen.

    Na ist das nicht ein Grund zum Feiern, wenn die Ausmaße der Wissenschaft gegen die unwissenschaftlichen Strömungen von Kreationisten, Esos, Klimaleugnern etc. “erheblich zunehmen”?

    Die Rechtfertigungen sind noch die gleichen. Das ist sehr bedauerlich.

    Hmm. Sollte man jetzt für die nach wie vor nötige Grundlagenforschung neue Rechtfertigungen erfinden? Eine Werbeagentur für “happy science”? Filmchen frei nach Heinz Haber selig “Das Proton, Dein Freund”?
    Oder siehst Du da Harald Lesch oder Joachim Bublath als Vorbilder? Auch die bleiben aber bei der Wahrheit und machen keinen auf “hang loose”.

  55. @ AW: Das Erfolgskonzept der scienceblogs ist das selbe wie bei jeder halbwegs erfolgreichen Boy band:
    “Typically, each member of the group will have some distinguishing feature and be portrayed as having a particular personality stereotype, such as “the baby,” “the bad boy,” or “the nice boy.””

  56. Das Erfolgskonzept der scienceblogs ist das selbe wie bei jeder halbwegs erfolgreichen Boy band

    Schade, dass es mit den Groupies nicht so klappt, sonst wäre die Stimmung wohl entspannter.

  57. @AW:
    Ich habe Ihre große Anteilnahme wirklich nicht verdient.
    “Ich bin erst vor kurzem auf scienceblogs.de gestossen und werde meine Anteilnahme daran in einigen Tagen wieder beenden. ”
    Der zweite Teil des Satzes gefällt mir besonders gut.

  58. Hier ist alles entspannt.

    In der Tat, und es könnte sehr lehrreich sein, einmal zu analysieren, warum es hier so friedlich zugeht. Aber das möge jeder für sich tun.

  59. @ Arthur Weinberg: Bitte, seinen Sie sich darüber bewußt, daß sehr wohl wahrgenommen wird, wie hier ein höflicher, unserer Sprache mächtiger und engagierter Mensch sehr unhöflich und dreist behandelt wird. Man scheint geradezu allergisch auf Sie zu reagieren. Die Diskussionskultur, auf die Sie sich beziehen, wird bei den jungen Herrn und Damen durch ein Konsens-Kuschelbedürfnis runiert, welches gern mit modischen Abbreviationen Gemeinschaft simuliert.
    Sie mögen sich über den Ansporn von dieser Seite nicht freuen, ich gehöre zu dem “Lager”, das hier gern pauschal unter dem Oberbegriff “Eso” verbacken wird und ich melde mich nur, weil ich hier namentlich erwähnt werde. Aber nicht ich allein, auch andere – und es sind solche, die Herrn Fischer einiges zu verdanken haben – bekommen durchaus mit, was hier gespielt wird.
    Wir haben ein Sprichwort: Hochmut kommt vor dem Fall.
    @Florian Freistetter: ich habe Deinen Aprilscherz verstanden. Du auch?
    Bin gespannt, wie lange dieser Kommentar hier stehen bleibt.

  60. Markus Termin,
    Sie werden nicht als Eso verbacken, sondern als Astrologe, und insbesondere ob Ihrer pseudowissenschaftlichen Auslegung, ausgelacht.
    Sie können gerne kommentieren und erklären was wer hier Ernst Peter Fischer zu verdanken hat und was in Gottes Namen hier gespielt werden soll.
    Ansonsten, und das gilt für alle: Hier ist nicht der ScienceBlogs Jammer-Thread und klug analysierte Psychogramme meiner Mitblogger möchte ich auch nicht lesern.

  61. @ Markus Termin: stand heute in Deinem Horoskop nicht: “Es wartet eine Herausforderung auf Sie!”? Hättste ja wissen können…

  62. @ Tobias “Ansonsten, und das gilt für alle: Hier ist nicht der ScienceBlogs Jammer-Thread und klug analysierte Psychogramme meiner Mitblogger möchte ich auch nicht lesern.”
    Ich zitiere: “Ein Haufen Irrer oder ein irrer Haufen – die Wahrnehmung der ScienceBlogs”
    wer selbst nach Psychogrammen fragt soll nicht jammern wenn er die Antwort bekommt.
    Hier werden keine Beleidigungen geduldet. Tobias 03.04.10 21:40< /dfn >

  63. wer selbst nach Psychogrammen fragt soll nicht jammern wenn er die Antwort bekommt.

    Da haste Recht.
    Der Rest ist nicht kommentierungswürdig.

  64. In meinem Artikel geht es um das Verhältnis der Blogger zum Mutternetzwerk und um die Wahrnehmung dieses Verhältnisses bei den Lesern. Wer mehr als nur die Überschrift liest kann das erkennen.

  65. Tobias·
    03.04.10 · 21:50 Uhr
    In meinem Artikel geht es um das Verhältnis der Blogger zum Mutternetzwerk und um die Wahrnehmung dieses Verhältnisses bei den Lesern. Wer mehr als nur die Überschrift liest kann das erkennen.

    Hmm. Hast eigentlich Recht. Aber sooo OT sind die “Psychogramme” ja auch nicht. Kritik an den Beiträgen und Kritik an der Person liegen mE sehr nahe beieinander.
    Dass Weini – durchaus etwas bösartig – über das Ziel hinausgeschossen ist, ist eine andere Sache. Da gab´s schon viel schlimmere, trolligere Anwürfe. Das soll aber natürlich kein Maßstab sein.

  66. @Tobias: das ist toll Tobias:
    “In meinem Artikel geht es um das Verhältnis der Blogger zum Mutternetzwerk und um die Wahrnehmung dieses Verhältnisses bei den Lesern. Wer mehr als nur die Überschrift liest kann das erkennen.”
    Daß Du einen Unterschied zwischen Esoterikern und Astrologen machst, das ehrt Dich schon einmal, ist aber eigentlich nicht korrekt. Astrologen sind Esoteriker. Und Esoteriker ist eine klar zu definierende Bezeichnung, die – anders, wie Du vermutlich denkst – tatsächlich eine Bedeutung hat.
    Was “wissenschaftlich” und was “pseudowissenschaftlich” ist, legst Du schon mal nicht fest, sorry. Das traue ich Dir nicht zu. Aber eben das Verhältnis zu den Lesern und Mitbloggern, das mag wichtig sein. Und da hat es mit Jammern wenig zu tun, daß ich Dir sage: hier lesen Gott sei Dank eine ganze Menge Leute mit, denen bleibt angesichts eurer Attitude das Lachen im Hals stecken. Der äußere Eindruck ist eher so ein Anpuffen, ein per-Du -ein, ein: wir schließen uns hier als Grüppchen mit originärem Verständigungs-Code zusammen.
    Im Übrigen: was Du hier lesen willst, oder nicht, das ist mir egal. Ich glaube nicht, daß Du igrendeine Autorität hast. Und ich schreibe, was ich will, solange mein Name irgendwo auftaucht: klar soweit?

  67. @ Thilo: Auf der Eso-watch-Seite stimmt gar nichts. Und jetzt mal schnell wieder on topic!

  68. @ Florian Freistetter “Vielleicht sollte man ihm (oder wer auch immer die Blog-Software für ihn bedient) nahelegen, die Kommentarfunktion generell zu deaktivieren. Dann ist von Anfang an klar woran man ist.”
    Beim Freistetter ist die Zensurfunktion auch zu reparieren, die scheint auch ständig eingeschaltet zu sei. Bei ihm ist auch alles klar.

  69. Ich selbst lese regelmäßig und eigentlich gerne in den Scienceblogs. Ich sehe solche auch als ganzes und empfinde “ungebildete” Schreiberlinge, wie es ja schon einmal zwei gab, als äußerst störend!

  70. Und da hat es mit Jammern wenig zu tun, daß ich Dir sage: hier lesen Gott sei Dank eine ganze Menge Leute mit, denen bleibt angesichts eurer Attitude das Lachen im Hals stecken.

    Und das ist auch gut so!

    Der äußere Eindruck ist eher so ein Anpuffen, ein per-Du -ein,

    Einer von uns beiden hat offensichtlich eine Leseschwäche: ich kenne kaum einen Blog, in dem so viel gesiezt wird.

    ein: wir schließen uns hier als Grüppchen mit originärem Verständigungs-Code zusammen.

    Bis ein schlaues Kerlchen: steht nicht das Wort “science” in “scienceblogs”? Haben nicht Wissenschaftler unter sich per se einen bestimmten (ich weiß nicht, was Du mit “originär” meinst) “Verständigungscode”? Wobei mir das Wort bzw. Deine Verwendung desselben auch nicht ganz klar ist: meinst Du die Grundsprache oder die gemeinsame Definition von Worten wie Theorie, Versuch, Studie, Beleg, Doppelblindversuch etc?

  71. http://www.eselwatch.com/index.php/Hauptseite
    @Breitside: Ich denke, das ist topic, da kann man drauf antworten, meint ihr nicht?: “Haben nicht Wissenschaftler unter sich per se einen bestimmten “Verständigungscode” – ja, den mögen sie haben, da hat auch keiner was dagegen, aber der verkumpelte Schulterschluss im Sinne eines vermeintlich gesunden Menschenverstands, ständig unterwegs, Andersdenkende aktiv zu diskremieren und mit – siehe oben – halbseidenen Denunzianten sich gemeinsam zu stellen, das zieht sich hier – nein, nicht durch die Science-Blogs – sondern durch drei oder vier in diesem Sinne aktive Seiten, daß es eine Art hat. Da mögt ihr ein paar Grinser auf eurer Seite haben, die mit euch die Worte “lol”, “Geschwurbel” oder “Troll” gemeinsam haben, das hat mit “Theorie, Versuch, Studie, Beleg, Doppelblindversuch” nichts zu tun.
    Einer bemüht sich hier in den Science-Blogs redlich, der Philosophie ein Türchen offenzuhalten; alle hätten es nötig.
    Wenn Wissenschaftler sich der Öffentlichkeit stellen, dann ist die Linie “anderes Denken, anderes Wissen”, bzw. “ungebildet und unwissend” nicht einfach durch Voruteile zu fixieren. Sondern es ist angebracht, den eigenen Standpunkt einmal wirklich zu hinterfragen: nur Mut, es könnte euch fruchtbar aus der Sackgasse helfen.

  72. Oho, jetzt läufst Du langsam zu Hochform auf? Oder wird´s noch lustiger?
    Besser – und verschwurbelter – kann man Esos nicht definieren als Du es gerade getan hast.

    Andersdenkende aktiv zu diskremieren

    Der freie Geist in höchster Gefahr! Human Rights Watch ist gefordert! Tröröööö!

  73. mit – siehe oben – halbseidenen Denunzianten sich gemeinsam zu stellen

    Für diese bodenlose Frechheit gehört Dir der sofortige Ausschluss.
    Auch wenn Du dann wieder den Mertürer mimen wirst.

  74. Andersdenkende aktiv zu diskremieren

    Solange sie nicht eingeseift werden…

  75. Also für wen Eselwatch als Informationsquelle dient, der disqualifiziert sich selbst. Das ist unterstes Niveau her Termin, was Sie hier zum Besten geben!
    Dazu finden Sie in der Wikipedia von Esowatch stets gut belegte Artikel. Keine Vermutungen, keine Unterstellungen und keine Denunziation, wenn das anders sein sollte, bitte Belege!

  76. Wie weit soll diese Identifikation gehen? Hat man gar eine Mitverantwortung für das, was andere Autoren schreiben? Färbt der Stil und der Inhalt der Blogposts anderer Autoren auf die eigene Reputation ab? Ist ScienceBlogs eine große Familie, oder sind wir einfach ein Blog-Konglomerat mit einer zentralen Hauptseite auf der die neuesten Beiträge angeführt werden?

    Die Beziehungen zu den anderen Blogs sind etwa die gleichen, die ein Franchisenehmer (stellen wir uns Körperpflegeprodukte vor) zu anderen Franchisenehmern der gleichen Kette hat.
    Man hat eine kleine Mitverantwortung (hat die Kette einen schmuddeligen Ruf, sollte man raus), und es ist eine Zweckgemeinschaft, keine Familie.

    Wie werden die ScienceBlogs von meinen Mitautoren hier und von den Lesern wahrgenommen? Bin ich ein Autor von ScienceBlogs oder der Autor von WeiterGen? Werden wir also als individuelle Blogger wahrgenommen oder als Teil eines Projekts?
    Und kann es uns nicht herzlich egal sein, was die anderen hier schreiben – genauso wie uns hunderttausede andere Blogposts in den Weiten des Internets egal sind, die nicht auf ScienceBlogs publiziert werden?

    Wahrnehmung: zu 20% als Teil eines Projekts, zu 80% als selbstverantwortlicher Blogger. Deswegen wäre es auch nicht völlig gleichgültig, würden sich hiesige Bloginhaber wie Trolle gerieren, indem sie etwa stets meinungsstarke wie kaum belegbare (i.e. unwissenschaftliche) Statements absonderten und ansonsten auf die Pflege ihres Blogs verzichteten.
    Die weitaus überwiegende Zahl der deutschen ScienceBlogs leistet journalistische Arbeit des 21. Jahrhunderts und stellt sowohl wissenschaftliche wie wissenschaftsfeindliche Projekte und Vorgehenweisen vor. Viel besser geht es nicht.

  77. Soll auf kritische Kommentare verzichtet werden, nur weil wenn man aus dem gleichen “Stall” kommt?

    1.) Soll keine “interne” Kritik erfolgen?
    Sie muss sogar erfolgen.
    2.) Soll Kritik – wie es seinerzeit in den Basisgruppen gelegentlich hiess – “solidarisch” sein?
    Natürlich nicht, Kritik darf nicht tendenziell vorgetragen werden, sonst wird sie wertlos oder schädlich. Seinerzeit wurde ja auch allen Ernstes diskutiert, ob der “moderne” revolutionäre Journalist nicht tendenziell berichten muss.
    3.) Was ist noch zu beachten?
    Kritk unter Kollegen muss darauf bedacht sein, die Sacharbeit in der Vordergrund zu stellen. Needeln geht, aber das Bemühen um die Sache muss klar erkennbar bleiben.
    4.) Zu diesem speziellen Fall?
    Unterste Schublade, so geht man nicht miteinander um. Polemik ist eine Kunst, die beherrscht sein will.
    Es besteht für einen Inhalteanbieter weder die Pflicht eine Kommentar- oder Feedbackmöglichkeit einzurichten noch kommentarisch zu reagieren.
    MFG
    Wb

  78. Wenn dann also ein Fischer da ankommt und im Grunde genau den Blödsinn abgibt, gegen den man mühsam anschreibt, dann ist das schon ärgerlich.

    Sowas geht auch nicht. Weder Herr Fischer noch ihn schätzende Konsumenten haben diese, übrigens unbelegte, Kommentierung verdient.
    Was sagt denn der grosse englischsprachige Bruder dazu? – Die haben doch sicherlich als Teil der Geschäftslogik hilfestellende Texte zu diesem Problem parat?!
    MFG
    Wb

  79. Und wenn man glaubt, etwas gibt es nicht, dann, .., dann gibt es das doch:

    Früher haben Sie wirklich großes geleistet, doch sollten sie nicht einer senilen Demenz ihren Tribut zollen und das Schreiben einstellen.

    Ach was, EPF veröffentlicht weiterhin Bücher, das macht die Sache ja ärgerlich.

    (leider kein Perma-Link auf diesen Kommentar verfügbar, sonst hätte der Wb entsprechend verwiesen, es ist der Kommentar unter diesem, möglicherweise mit der ID 101950)

  80. Da es hier offenbar im weiteren Sinn um die Scienceblog selber geht, poste ich meinen Beitrag mal hier – auch wenn er sich nicht direkt auf den Beitrag bezieht.
    Mir geht es darum, wie man mit Blogs umgeht, mit denen man nicht einverstanden ist, aber auch um das Niveau der intellektuellen Auseinandersetzung. Das vermisse ich hier – und zwar auf allen Seiten.
    Mein Kommentar besteht in dem Inhalt der Mail, die ich an die Leistung von Science Blogs geschickt habe. Aber ich hätte auch gern gehabt, daß meine Anregung grundsätzlich auch zu Diskussion steht – sofern jemand interessiert ist.
    Hier der Text:
    “Sehr geehrte Frau Littek,
    ich weiß auch nicht, ob Sie die richtige Adresse sind für mein Anliegen. Aber eine andere habe ich nicht gefunden.
    Daß es den “Medblog” von einem Herrn Peter Artmann nicht mehr gibt, scheint mir kein großer Verlust zu sein für die Science Blogs. Ihre Entscheidung, diesen Blog einzustellen kann ich ohne weiteres nachvollziehen. Auch ich hatte den Eindruck, daß das wissenschaftliche Niveau doch öfter mal etwas zu wünschen übrig ließ.
    Aber daß Sie – wie ich vermute – diesen Blog offenbar einfach verschwinden haben lassen, finde ich nicht in Ordnung. Ich habe ihn jedenfalls trotz intensiver Suche nicht mehr finden können.
    Dieser Blog war über längere Zeit offizieller Bestandteil der Science Blogs. Es hat Beitrage gegeben, Diskussionen und Kommentare von Usern. Und es hat weiter Beiträge, Diskussionen und Kommentare gegeben, die sich eben darauf beziehen. Diese Bezüge gehen nun ins Leere.
    Ich würde aber gern auch heute noch solche Diskussionen ganz nachvollziehen können – nicht nur den Teil, den Sie für würdig befunden haben, bei den Science Blogs bleiben zu dürfen. Ich verwahre mich gegen die Bevormundung, die ich in Ihrer Vorgehensweise zu entdecken glaube.
    Ich denke nicht, daß man mit Blogs so umgehen sollte, auch wenn man glaubt gute Gründe zu haben, warum man mit deren Inhalt nicht einverstanden ist. Sie werden ja wohl auch Ihre Gründe gehabt haben, warum Sie den Blog überhaupt erst bei sich aufgenommen haben.
    Die korrekte Art und Weise, so etwas zu regeln, wäre m.E. den Blog zu belassen zusammen mit einer Information, vielleicht sogar Begründung, daß und warum er nicht mehr weiter betrieben wird, statt so zu tun, als habe es ihn nie gegeben – was ja aus den genannten Gründen sowieso nicht gelingen kann.
    So etwas kommt für mein Empfinden einer Fälschung ziemlich nahe. Sie begeben sich damit selber auf ein Niveau, das Sie – wie ich vermute – an sich ja gerade kritisiert haben wollten.
    Mich ärgert das aber auch deswegen sehr, weil ich (als madalu) im Rahmen meiner intellektuellen Auseinandersetzung mit Ansichten, die ich für falsch halte, zu diesem Blog einige kritische Kommentare verfaßt habe, mit denen ich mir ziemlich viel Mühe gemacht habe. Ich würde die gern auch heute noch nachlesen können – und zwar in ihrem ursprünglichen Zusammenhang.
    Aus den genannten Gründen würde ich Sie bitten, die Entscheidung, so zu verfahren noch einmal zu überdenken. Ich schlage vor, Sie machen es stattdessen so, wie ich es weiter oben kurz beschrieben habe. Das scheint mir die sauberste Lösung.
    Da Sie offenbar nicht damit rechnen, daß man zu den Science Blogs selber einen Kommentar abzugeben wünschen könnte – jedenfalls habe ich keine Möglichkeit entdeckt, wie das gehen könnte – sehe ich keine andere Möglichkeit, als einen Beitrag in den Science Blogs für diesen Zweck zu mißbrauchen – wofür ich mich gleichzeitig in aller Form entschuldigen möchte.
    Mit freundlichem Gruß
    sfinxx”

  81. Aber bitte nicht entmutigen lassen von den wenigen unguten Vorfällen!
    In heterogener Umgebung kann es nun einmal zu explizit nicht solidarischer Kritik kommen, dem gelegentlichen Abfall von im Web und auch allgemeingesellschaftlich gepflegten Verhaltensformen kann eben kaum vorgebeugt werden.
    Gelegentliche Tiefpunkte können dann als Beispiel dienen, wie man eben nicht kommuniziert und debattiert.
    MFG
    Wb

  82. Schließe mich dem Kollegen Bonfhiller an – solange eine Blogstruktur die Diskurse des “echten” Wissenschaftsalltags abbildet, ist die Gefahr nicht so groß.

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