Stammzellen: Die Regelungen in anderen EU-Ländern

Die eingereichten Anträge wurden hier jetzt ja schon erörtert, es wird Zeit, mal zu schauen, was der Rest von Europa so denkt. Dazu ein paar Daten aus der Süddeutschen:
Ohne Regelung: die meisten neuen EU Staaten
Komplette Verbote: Irland, Polen, Malta, die Slowakei und Litauen

Importgenehmigungen aber keine Herstellung: Deutschland, Italien (dort allerdings ohne Stichtag)
Gewinnung von Stammzellen aus überzähligen Embryonen: Frankreich, Griechenland, Dänemark und die Niederlande
Forschungsfreiheit, also auch die Erlaubnis, Stammzelllinien aus gezielt hergestellten Embryonen zu gewinnen: Großbritannien, Belgien, Schweden, Finnland, Tschechien, Portugal, Spanien, Israel
Deutschland macht sich also einen Haufen Gedanken und artikuliert die ganzen Bedenken in Form einer schönen “Ethikdebatte”, während die Tatsachen eine ganz andere Sprache sprechen. Ich prophezeihe, dass wir spätestens in fünf Jahren eine erneute Diskussion haben, und die Grenzen werden sich weiter verschieben. Das wird in diesem Vergleich der Debatten von 2002 und 2007, wieder in der Süddeutschen, deutlich.

Beteilige dich an der Unterhaltung

Keine Kommentare

  1. Der Artikel zur “Angst vor dem Neuen” war ja lustig genug. Jetzt weiss ich endlich warum der dumme Durchschnittsdeutsche neben seiner Mobilfunk- und Computerphobie auch noch Angst vor den winzigen, ekligen Stammzellen hat.
    Er sollte endlich lernen, dass andere besser Bescheid wissen als er.
    Und falls er nicht auf die Wissenschaftler in seinem eigenen Land hört, sollte er doch einfach auf andere Länder hören. Andere Länder sind weise und klug und wissen besser Bescheid als unser Land. Wenn die das machen, dann können wir das auch machen.

  2. Man könnte noch die Zugphobie anführen, die die Deutschen heimsuchte, als das neue Verekehrsmittel eingeführt wurde. Hatten die Leute doch tatsächlich Angst, dass man verrückt werden würde, wenn man diesen mit Hochgeschwindigkeit (damals so mit etwa 45 km/h)durch die Landschaft rasenden Dinger zufällig erblickte.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.